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 Betreff des Beitrags: Einen Roman planen
BeitragVerfasst: 24. Jan 2011, 16:39 
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Ich habe folgendes Problem:

Im Internet gibt es einen Haufen von Erklärungen zur Charakterentwicklung, Ideenfindung etc.
Nur ich habe immer so meine Probleme mit dem Anfang. Mit was soll ich beginnen?
Die Idee entwickeln? Da habe ich eine Vorstellung, nur wie siehts mit dem konkretem Aufbau aus?
Wenn man zum Beispiel einen Kriminalroman schreibt, müssen sämtliche Ermittlungsschritte einkalkuliert werden, man muss Spuren legen, hinweise zerstreuen etc.
Die Charaktere fängt man damit hinterher an? Oder am Anfang, wie macht ihr das?
Und dann gäb es dann noch alles sinnvoll zu verwenden. Macht ihr mehrere Ordner oder Hefter?
Schreibt ihr von Hand die ersten Ideen auf?

Puhh so viele Fragen O.o

Euer Cajux :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Einen Roman planen
BeitragVerfasst: 24. Jan 2011, 18:38 
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Lach...Cajux,

das sind wirklich eine Menge Fragen auf einen Haufen. Okay, ich versuche mal zu antworten:

Also bei mir stand zuerst die Idee. Die allerdings noch ziemlich ungenau sein. Ich wusste nur, es sollte um Vampire aber auch viele andere Wesen wie Werwölfe, Feen, Elfen, Dämonen und Co gehen. Aus mehr bestand meine Idee nicht.
Ich habe dann mehrere Varianten versucht, die ich nach und nach aber alle wieder verworfen habe. Irgendwann stand dann fest, dass es eine Bruderscvhaft sein soll. Dann überlegte ich mir Handlungsort. Als nächste stand erst mal recherche auf dem Programm und die waren gerade zu Beginn sehr umfangreich und haben jede Menge Zeit in Anspruch genommen. So musste eine passende grafschaft und dazu passende Schloss gefunden werden, da ich für alles eine real existierend Vorlage haben wollte. Dann habe ich mir eine List mit Namen zu gelegt. Männlich, wie weibliche und eine für Nachnahmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine einzige Figur entwickelt, wusste auch noch gar nicht aus wieviel Wesen meine Bruderschaft bestehen sollte. Auch ein Handlungsstrang gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht (obwohl, den habe ich bis heute nie gemacht, da ich michvon meiner Geschichte einfach führen lasse).
Bevor ich mit den verschieden Charakteren begonnen habe, habe ich ersteinmal einige Wesen festgelegt, die in meiner Geschichte außer Vampiren auftauchen sollten (Daywalker, banshee, Leprechaun und CO).
Nun erst habe ich mit der Entwicklung meiner Protagnistin begonnen, alle andern Figuren kamen erst später und zwar in dem Moment, wo sie auch in der Geschichte auftauchen. Vorher plane ich überhaupt keine Figur. Da halte ich es wie die Autorin Kim Harrison, die sich zur Cgarakterentwicklung wie folgt äußerte: Ich mache keine Charakterentwicklung, sondern lerne meine Figur so kennen, wie es auch im echten Leben der Fall wäre. Wenn ich jemanden kennenlerne, kenne ich auch nur sein Äußeres und den Namen. Über Vorlieben und Abneigungen, Werdegang und Co weiß ich da ja auch noch nicht. Ich sehe das ähnlich!
Sobald eine neue Figur in meiner Geschchite auftaucht, schaue ich auf meiner Namensliste, welche Namen ich noch zur Verfügung habe und überlege, welcher Namen wohl zu der Figur passen würde.
Zwischendrin entwickle ich nach Lust und Laune immer wieder mal meine Anderswelt, in die meine Geschichte ja zu einem späteren Zeitpunkt ja noch wechseln würde und betreibe dort "die eigene Welt Erstellung".

Cajux, du nennst in deinem Beispiel jetzt Krimis. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dort wirklich notwendig ist, einen kompletten Aufbau zu planen. Da ich mich an dieser Genre aber noch nie versucht habe, kann ich da echt nichts zu sagen.

Und zu guter Letzt deine Frage nach der Aufbewahrung.
Ich sage nur: ICH HABE MITTLERWEILE 8 ORDNER!!!!!
Da sind alle recherchen zu meiner Bruderschaft drin enthalten. Von der Namnesliste bis hin zu Welterstellung von Skizzen über Landkarten bis hin zur eigenen Sprache für die Anderswelt.
Das Manuskript selbst und einige der Recherchen habe ich aber auf dem Rechner (plus mehrere externe Sicherungen versteht sich).
Spontane Ideen und Coi, schreibe ich per Stif in mein dickes Notizbuch, dass ich immer bei mir habe.

So, ich hoffe, ich habe jetzt keine deiner Fragen vergessen. :mrgreen:

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Einen Roman planen
BeitragVerfasst: 25. Jan 2011, 15:58 
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Fine,

dein Beitrag, wie du deinen Roman pplanst fand ich überaus interessant und habe vieles - wenn auch nicht alles - von meiner eigenen Vorgehensweisse wiedergefunden.
Besonders schmunzeln musste ich aber üb er deine Körpersprachen-Liste. Wieso ich schmunzeln musste? Ganz einfach: Ich selbst habe mir auch schon vor längerer Zeit genau so eine Liste angelegt, da ich - wie du - der Meinung bin, das man sie hervorragend einsetzen kann um mehr zu zeigen und weniger zu sagen. Du schreibst ja, das du erst heute (also bzw. gestern) mit dieser Liste begonnen hast. Ich führe meine Liste schon etwas länger und kann da mit Sicherheit noch einiges beisteuern. zumal ich in der Liste auch Dinge wie typische Personenhaltungen aufgeführt habe.

Beispiel für eine Person, die etwas überraschendes sieht oder hört: Peter löste seine verschränkten Arme voneinander und richtete sich auf.

Außerdem habe ich eine Liste, mit Endungen für die wörtliche Rede. Diese habe ich schon etwas länger bzw. sogar fast zu Beginn angelegt, da ich ständig auf der Suche nach verschiedenen Endungen war und Wortwiederholungen vermeiden wollte.

Beispiel:

- ...", sagte er.
- ...", lachte er.
- ...", drohte er.
- ...", hauchte er.
- ...", zischte er.

aber auch folgende Endungen sind in dieser Liste:

- ...", erklang eine Frauenstimme.
- ...", erklärte er blinzend die Situation.
- ...", bemerkte sie mit gespieltem Grauen.

Auf alle Fälle finde ich deine Idee, dass man diese Liste untereinander erweitern kann richtig gut, denn ich denke, dass jeder von uns schon mal mit rauchendem Kopf vor seinem Skript gesessen hat, weil einem einfach keine andere - neue Satzendung einfallen will.

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Einen Roman planen
BeitragVerfasst: 26. Jan 2011, 09:15 
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Ganz einfache Antwort: Schneeflockenmethode. Du fängst mit einem Satz an und am Ende steht der fertige Roman. Das Ganze geht über mehrere Schritte:
Hier wird die super erklärt:
http://www.dsfo.de/dsfopedia/index.php/ ... en-Methode


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 Betreff des Beitrags: Re: Einen Roman planen
BeitragVerfasst: 26. Jan 2011, 12:08 
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Das Schneeballsystem kenne ich natürlich, nur trifft es - zumindest in meinem Fall - nicht zu, da ich meine Geschichte eben nicht durchplane. Schon im ersten Schritt des Schneeballsystems steht in deinem Link ein Satz, der das für meinen Fall sehr deutlich macht.

Zitat: Die Methode funktioniert nur, wenn der Autor schon eine relativ klare Vorstellung hat, worum es in seiner Geschichte gehen soll.

Und genau die habe ich nicht. Ich weiß in meiner Geschichte, was in den nächsten ein oder zwei Kapiteln geschehen wird, aber darüber hinaus, tapp ich ähnlich im Dunklen wie der Leser. Wie ich schon vorher erwähnt habe lasse ich mich beim Schreiben einfach von meiner Geschichte führen.

Natürlich ist mir klar, dass nicht jeder auf diese Weise an die Planung seines Roman dran geht, wahrscheinlich sogar die allerwenigsten, aber bei mir funktioniert diese Methode nun mal am Besten.

Für alle, die ihre Geschichte durchplanen möchten, ist das Schneeballsystem aber mit Sicherheit eine gute Hilfestellung.

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Einen Roman planen
BeitragVerfasst: 26. Jan 2011, 21:14 
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Ich hab früher auch so "frei" gearbeitet. Selbst bei Silence hab ich das noch gemacht und ich war davon überzeugt, dass das funktioniert. Aber im Nachhinein gesehen, denke ich, dass man Silence anmerkt, dass ich nicht genau wusste, wo es hingehen soll. Eigentlich stand am Anfang nur fest: Ich will einen Krieg, eine Feindschaft zwischen Werwolf und Vampir, und eine Romeo und Julia-Liebe. Und das wars. Von da an habe ich nur darauf hingearbeitet, dass am Ende mein Werwolf, mit meinem Vampir zusammenkommt.

Bei meinem jetzigen Projekt will ich, dass wirklich jede Handlung, jede noch so kleine Szene, Figur und die Hintergründe der Figuren alles bis ins kleinste Detail stimmen. Irgendwas zwinkt mich regelrecht dazu, das zu tun. Da ist so ein Innerer Drang, der mich weiter und weiter drückt, den Plot noch besser auszuarbeiten, noch genauer hinzuschauen und keine noch so kleine Lücke auszulassen. Und mit jeder Szene, die ich schreibe, weiß ich, das ist es. Dieser Roman ist einfach gut. Ich hatte noch nie ein so sicheres Gefühl bei einem Buch, wie dieses Mal.Ich kann das gar nicht richtig beschreiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einen Roman planen
BeitragVerfasst: 28. Jan 2011, 15:18 
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Also das sind erstmal unendlich viele gute Antworten, ich denke, ich werde daraus einen eigenen Beitrag erstellen und meine Vorstellungen mit euren kombinieren, mal schauen wie es mir und vor allem allen anderen, die den Beitrag dann lesen werden, helfen wird.
Ich schicke den Link dann hier hin.

Ich danke euch für die antworten, werde mich auch nochmal im Beitrag dafür bedanken :)

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