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 Betreff des Beitrags: ICH-Perspektive oder lieber nicht?
BeitragVerfasst: 12. Feb 2011, 21:04 
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Laie
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Ich weiß, dass es an anderer Stelle schon einmal kurz angesprochen wurde. Es geht darum, aus welcher Sicht man seine Geschichten schreibt, als Ich-Erzähler, als neutraler Alleswisser, aus wechselnder Perspektive...
Normalerweise hab ich mir selten Gedanken darum gemacht, sondern meist einfach losgeschrieben. Und irgendwie hat es sich von selbst ergeben, ob da nun ein Ich, Er oder Sie stand. Mein kürzeren Geschichten sind meist in der Ich-Form, habe ich festgestellt, längere Sachen mal so mal so. Grundsätzlich gefällt mir die Ich-Form aber um einiges besser.

Jetzt habe ich in den letzten Tagen/Wochen einen Plot für eine längere Story geformt. Und heute kam dieses "Fang an zu schreiben"-Gefühl. Und ich sitze vor den Tasten und das erste Mal kann ich mich nicht entscheiden: Ich-Form oder nicht? Deshalb meine Frage: Welche Erzähl-Form bevorzugt ihr und warum? Nach welchen Kriterien entscheidet ihr das?

Eure Forgotten


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH-Perspektive oder lieber nicht?
BeitragVerfasst: 12. Feb 2011, 21:23 
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Forgotten,

du sprichst hier eines meiner Lieblingsthemen beim Schreiben an. Ich-Form ja oder nein.

Nun, bei unserer gemeinschaftsgeschichte "Dawn" haben wir uns ja dazu entschlossen aus der Erzähler-Persektive zu schreiben, da so auch ein Perspektivenwechsel möglich ist. Gleichzeitig sehe ich das auch als ideale Übung um mich in dieser Perpektive zu verbessern, da sie mir wesentlich weniger liegt, als die Ich-Perspektive.
Das dies nicht ein Vorurteil meinerseits ist, sondern auch andere so sehen, hat mir mein damals noch existierender Prolog meiner Bruderschaft gezeigt, den ich zuerst in der Erzähler-Perspektive geschrieben hatte, ihn dann aber später in das erste Kapitel mit eingegliedert habe, die komplett aus der Ich-Perspektive geschildert wird. Die Meinung derer, die beide Varianten gelesen hatten, waren sich alle schnell einig: Die Ich-perspektive liegt mir um Längen besser.

Forgotten, ich glaube, ich muss gerade dir ja nicht die Vor-und Nachteile der verschiedenen Persperktiven aufzählen, denn die wirst du sicherlich selbst alle zu genüge kennen, aber ich würde dir raten, schreibe deine Story in der perspektive, die sich für dich richtig anfühlt und bei der du dich am wohlsten fühlst. Denn nur dann - davon bin ich fest überzeugt - kannst du das Maximum aus deiner Geschichte rausholen.
Welche der Formen nun letztendlich die Richtige ist, kannst daher auch nur du ganz alleine entscheiden.

Ich kann in meinem Fall nur noch sagen: ich schreibe nicht nur sehr viel lieber in der Ich-Perspektive, ich lese sie auch sehr viel lieber.

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH-Perspektive oder lieber nicht?
BeitragVerfasst: 12. Feb 2011, 21:37 
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Laie
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Danke für deinen Rat. Manchmal braucht man ja vielleicht einfach nur einen kleinen Anstoß.
Im Grunde genommen ist die Ich-Perspektive die, die ich am liebsten mag. Sie gibt unendlich viele und tollere Möglichkeiten, einen Charakter kennenzulernen. Aber ich finde gerade bei langen Projekten verschließt sie auch vieles - denn einfach auf die Seite der Antagonisten zu springen, ist zwar sicher irgendwie machbar, aber schwierig. Habe auch schon Bücher mit Mischformen (Ich-Erzähler und Erzählerperspektive bei anderen wichtigen Charas) gelesen, aber gefallen hat es mir nicht.

Also halte ich mich mal an Steffis wichtigsten Tipp, nämlich das zu wählen, womit ich mich am wohlsten fühle. Und das ist nun mal die Ich-Form. Oder ich schreib den Anfang in beiden Varianten und schau mal...


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH-Perspektive oder lieber nicht?
BeitragVerfasst: 12. Feb 2011, 21:54 
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Hi Forgotten,

also in einem Punkt muss ich dir an dieser Stelle einfach mal widersprechen, da ich da völlig anderer Meinung bin wie du.

Du schreibst:
Aber ich finde gerade bei langen Projekten verschließt sie auch vieles - denn einfach auf die Seite der Antagonisten zu springen, ist zwar sicher irgendwie machbar, aber schwierig.

Dazu kann ich nur fiolgendes sagen:
meine Bruderschaft ist ein wirklich großes, wenn nicht sogar sehr großes Projekt (schließlich habe ich mittlerweile 20 Kapitel und bin noch nicht einmal in der Mitte der Geschichte angelangt) und das mit vielen Facetten, denn schließlich geht es in meiner Geschichte nicht nur um meine Bruderschaft, die als größten Gegner die Vampire hat, sondern es mischt gleichzeitig die komplette irische Anderswelt mit all ihren bewohnern mit. Eigentlich eine Geschichte, die ideal ist um sie aus vielen unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen.
Da ich aber die Ich-Perspektive bevorzuge, erzähle ich die Geschichte auch in dieser Form. Nachdem ich ja jetzt schon einige Kapitel geschrieben habe und in der Zwischenzeit schon eine Menge geschehen ist, kann ich mit gutem gewissen sagen, dass die Ich-Perspektive der Geschichte keinen Abbruch bereitet hat. Auch wenn die Protagonistin bei der Ich-Perspektive nicht alles wissen kann, hat man beim Schreiben doch immer die Möglichkeit, viele unterschiedlich Informationen einfließen lassen. daher behaupte ich jetzt einfach mal: Aus der Ich-perspektive zu schreiben, empfinde ich in keinster Weise als schwieriger, im gegenteil, ich behaupte sogar, es ist einfacher dem Leser das gefühl herüberzubringen.

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH-Perspektive oder lieber nicht?
BeitragVerfasst: 12. Feb 2011, 22:32 
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Bei mir ergibt sich die Perspektive meist von ganz allein. Allerdings benutze ich nicht die Erzählform, von der ich glaube, dass sie mir besser liegt, sondern die, die sich für die Story besser anfühlt.

Das ergibt sich bei mir irgendwie automatisch, wenn ich darüber nachdenke etwas zu schreiben.

Ich mag am liebsten den Ich-Erzähler oder den personalen Erzähler, wobei der personale Erzähler einen leichten Vorsprung hat. Durch diese Form wird mir nämlich ermöglicht das Innenleben vieler Personen zu beleuchten, ein objektiveres Bild meiner Figuren zu schaffen. Ich habe da auch keine Probleme mich in die Personen hineinzuversetzen. Ganz im Gegenteil, ich finde den Abstand zu den Figuren sehr angenehm.

Ich-Erzähler ist z.B. gut, wenn man den Leser gerne unwissend lassen will, da der Ich-Erzähler ja auch nicht alles weiß. Bei dieser Erzählform stört mich etwas, dass es sich nur um subjektive Wahrnehmung handelt.

Aber wie gesagt, meistens ergibt sich das einfach.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH-Perspektive oder lieber nicht?
BeitragVerfasst: 16. Feb 2011, 11:51 
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Vor der Frage stehe ich auch gerade. Ich bin gerade dabei den Plot vom Engel-roman etwas umzugestalten, da mir einiges nicht gepasst hat. Und jetzt stehe ich vor dem Problem, dass mein Engel im Grunde sehr interessant ist und ich ihm durch die Ich. die nur auf meiner Prota beruht, nicht gerecht werden kann. Also habe ich beschlossen, eine Möglichkeit aufzugreifen, die die Autorin von nach dem Sommer so auch angewandt hat. Ich werde dem Engel auch das Wort übergeben. Und zwar auch in der Ich. Das kennzeichne ich in den Kapitelüberschriften in der Form: Arian, 25.7.2011 Das Datum spielt in dem Roman eine wichtige Rolle, deswegen muss das oben mit rein.
Aber mit der Lösung, kann ich bei der Ich bleiben und dem Leser hin und wieder auch mal einen Blick in Arians Kopf werfen lassen. Was den Vorteil hat, ich brauche meine Prota nicht mehr die Träume aus der Vergangenheit haben lassen, sondern kann Arian sich einfach daran zurückerinnern lassen und kann somit diese auch in die Ich holen.
Ihr merkt schon, ich hab den ganzen Plot wieder umgestellt. :lol: Gut, das Grundgerüst bleibt. Aber Emily heißt auch nicht mehr Emily sondern Skyler kurz Sky.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH-Perspektive oder lieber nicht?
BeitragVerfasst: 1. Jan 2013, 19:32 
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hey,

ich finde es immer viel spanender, wenn man aus der ich-perspektive schreibt, man kann sich dann viel besser in die hauptperson (also ich) hineinversetzen und, wenn das buch gut und spannend geschrieben ist, oder eine erzählung, dann denkt man wirklich, dass man das selber alles erlebt, was da geschrieben wird...so geht es mir :)









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