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 Betreff des Beitrags: Deine Inspiration
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:17 
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Dieses Problem hat fast jeder Schriftsteller am Anfang eines neuen Werkes. Es ist die Frage:Worüber soll ich schreiben? Diese Frage kann und will ich euch nicht beantworten, aber ich werde euch helfen sie euch selbst zu beantworten.
Die Inspiration ist der wichtigste Faktor bei der Entwicklung deiner Idee. Du musst dich also inspirieren lassen, aber wie? Das kommt immer drauf an. Die Grundvoraussetzung ist Ruhe. Niemand darf dich beim Austüfteln deiner Idee stören.
Um sicher zu stellen, dass dich niemand stört, isoliere dich. Schotte dich von deiner Umwelt ab.
Klingt doof, aber mach es! Wenn du Zuhause bist, stelle das Telefon ab, schalte alle anderen Geräte aus und schließe dich, wenn nötig sogar ein.
Je nach Genre, kannst du dich auch draußen inspirieren lassen. Wenn du einen mittelalterlichen Roman schreiben willst,
kannst du auch einen Spaziergang durch den Wald machen. Oder wenn du einen Thriller schreiben willst, besuche einen grusligen Ort, etwa eine leere Kirche oder einen Friedhof.
Das kann Wunder bewirken. Es ist wichtig, dass du, wenn du das Haus verlässt, einen Block und einen Stift mit nimmst, damit du alles aufschreiben kannst.
Wenn du alle Vorbereitungen getroffen hast, ist es soweit deine Ideen festzuhalten. Bist du auf dem Friedhof, schreibe alles auf, was dir einfällt. Egal wie absurt es auch ist, schreibe es auf.
Bist du Zuhause, lege dich auf ein Bett und entspanne dich und schreibe ebenfalls alles auf, was dir in den Sinn kommt.
Jetzt hast du deine Arbeit getan. Lege den Block weg, verschwinde vom Friedhof bzw. bleib noch ein wenig im Bett liegen. Du solltest dich darum eine Zeit nicht mehr kümmern. Auch hier ist das Abstand gewinnen sehr gut.
Nach ein paar Tagen krame deine Ideen wieder raus. Ich garantiere dir, einige werden dir sehr gefallen. Streiche nun alles, was dir nicht gefällt, so dass nur noch die guten Ideen auf dem Blatt stehen.
Aus diesen Ideen kannst du wieder was streichen, oder sie kombinieren, was abändern bis du deine Idee entwickelt hast. Die wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit was ganz eigenes sein.

So machst du aus deiner Idee eine Geschichte: tipps-und-tricks-zum-schreiben-f31/ich-will-eine-geschichte-schreiben-wie-fange-ich-t21.html



mfg

Cajux

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 Betreff des Beitrags: Re: Deine Inspiration
BeitragVerfasst: 11. Nov 2010, 22:41 
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Ich kann euch ja mal ein paar Beispiele geben, wie ich schon inspiriert wurde.

1. Ich bin mal alleine bei meiner Oma durch's Dorf gegangen. Dabei bin ich an einer alten Kirche vorbei gekommen. Neben der Kirche war ein einzelnes Grab (also abseits vom eigentlichen Friedhof). Ich war also neugierig, wen man denn da so dicht neben der Kirche und abseits vom Friedhof beigesetzt hatte. Also ging ich zu diesem Grab, um auf den Grabstein zu schauen und erschrack :shock: :o . Als ich den Namen las (und dabei war ich nur bis zum Vornamen gekommen) rutschte mir das Herz in die Hose, ich bekam ein unbehagliches, mulmiges Gefühl und rannte weg (ich muß damals zwölf oder so gewesen sein).
Was ich auf dem Grab las war mein eigener Name (jedenfalls der Vorname ). Ich glaube das Grab war aus dem Jahr 18hundert noch was und von dem Pfarrer und seiner Frau). Das was schon ziemlich unheimlich für mich. Für meine Geschichte hab ich dann den Namen geändert und das Ganze ein wenig abgewandelt und schon hatte ich die Idee für eine Geschichte.

2. Einmal hatte ich einen ziemlich unheimlichen Traum. Ich saß an einem langen Tisch. Plötzlich kam so eine Frau in weiß und sagte etwas von wegen wir gehören ihr und sie wird kommen um uns zu holen. Kurz darauf sah ich ein rotes Licht unter dem Tisch, ich schaute darunter und sah bleiche Knochen in rotes Licht getaucht. Da bin ich dann aufgewacht. Ich hab das ganze dann gleich sofort aufgeschrieben (es war mitten in der Nacht) und es dann am Morgen noch etwas weiter gesponnen...

3. Und als letztes. Eine Freundin fragte mich, ob ich denn schon wisse, dass mein Lieblingsmusiker als Gastmusiker bei einem Konzert in Glasgow auftritt. Natürlich wußte ich es nicht. Ich hatte auch keine Karte. Trotzdem fuhr ich an dem Tag auf gut Glück nach der Arbeit zur Konzerthalle und bekam noch eine Karte. Ich ging in die Vorhalle und wartete auf den Einlass. Da an den Wänden teilweise äußerst merkwürdige Gemälde hingen ging, ich rum und schaute mir die an. Dabei fiel meine Aufmerksamkeit auf ein ganz bestimmtes Bild. Es war sehr dunkel (schwarz, blau und etwas weiß gehalten) und zeigte eine Gruppe "zombimäßig' aussehender Menschen in schwarzen Mänteln mit weißen Atem aus ihren offenen Mündern und geschlossenen Augen. Sie standen zwischen dunklen Bäumen in einem Wald. Ich fand das Bild ziemlich gruselig, was mich dann mal wieder auf eine klasse Idee brachte. Also kam ich auf ein völlig unplanmäßiges Konzert eines Musiker, den ich überhaupt nicht kannte, nur um meinen Lieblingsmusiker als Gast dort zu sehen und kam mit einer neuen Idee für eine Horrorgeschichte wieder heim.

Also was auch wichtig bei der Inspiration ist, mit offenen Augen durchs Leben gehen. Man kann schon aus ein paar aufgeschnappten Worten von Passanten was gutes machen, oder aus einer Situation, die man erlebt, einem Bild, was man sieht oder gar aus einem ausgewachsenen Albtraum. Am besten immer was zum Schreiben (oder wenigstens das Handy) dabei haben, damit man im Notfall mal was aufschreiben und festhalten kann.

So, und wen es interessiert, hier das Bild, was ich da in Glasgow gesehen hatte, vielleicht wird noch jemand hier inspiriert ;) : http://alancook.files.wordpress.com/201 ... 020615.jpg

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(= gibt es eine schöneren Moment als der, jemanden stolz zu machen?)

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 Betreff des Beitrags: Re: Deine Inspiration
BeitragVerfasst: 12. Nov 2010, 10:02 
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Wow Lucarius,

das war ein wirklich gelungener Beitrag von dir, wie man sich für seine Geschichten inspirieren lassen kann.
Besonders das Beispiel mit der Kirche und dem Grab, hat mir alleine beim Lesen schon eine Gänsehaut beschert.
Ich denke auch, dass der Alltag jede Menge Ideen für Geschichten für uns auf Lager hat, wenn man nur mit offenen Augen durch die Welt geht.
Das können manchmal auch nur Kleinigkeiten sein. z.B. ein Mensch im Zug, der einem zu einem neuen Charakter inspiriert oder aber auch einfach mal ein Baum im Sturm.
Ideen kann man immer und überall finden, wenn man seine Umgebung und Mitmenschen nur aufmerksam beobachtet.
Aber auch Erinnerungen (z.B. aus der Kindheit) können ideale Inspirationen bieten.
Dafür ein Beispiel für meine Geschichte:

Die Szene der 2. Prüfung, wo Joy, Patricks Fährte im Wald sucht:

Ich war als Jugendliche einige Jahre im Jugendrotkreuz gewesen. In regelmäßigen Abständen haben die dann Ausflugswochenenden für die Jugendlichen veranstaltet. Einmal war das in einer Hütte mitten auf einer Lichtung im tiefsten Taunus (wirklich mitten im Wald) Das einzige, was es dort außer dieser Hütte gab, waren zwei Ausflugrestaurants. Die nächsten Ortschaften waren mehrere Kilometer entfernt und jeglicher Autoverkehr ist dort verboten. So war Nachts außer unserer Jugendgruppe wirklich niemand in dieser Gegend außer den Tieren im Wald (im übrigen gabs da auch keinerlei Komfort wie TV, Radio, Telefon. War im übrigen Anfang der 80ern, also auch keine Handys, denn die gabs da noch nicht). Na auf jeden Fall kamen unsere Gruppenleiter auf die Idee, mit uns Nachts gegen 23 Uhr (was für uns ja wirklich mitten in der Nacht war) im Wald!!!!! Räuber und Gendarm zu spielen. Alles was wir an Lichtqueelen hatten, waren unsere Taschenlampen. Jetzt muss ich erwähnen, dass es in dieser Gegend nur sehr viele Wildschweine gab (und noch immer gibt). Meine Schwester und ich jedenfalls waren in der Räubergruppe. Also ab in den Wald und uns vor der zweiten Gruppe verstecken. Als sie uns ganz dicht auf den fersen waren, und wir Gefahr liefen, entdeckt zu werden, imitierte meine Schwester plötzlich das Grunzen eines Wildschweines. Ich musste mir ein Lachen echt verkneifen, als die die Leute der Gendarmengruppe nur noch panisch hab schreien hören. Solch ein Spiel, mitten in der Nacht, im einem dichten Tannenwald war aber für uns damals echt was aufregendes und auch unheimliches.
An diese Geschichte habe ich mich erinnert, als ich die zweite Prüfung geschrieben habe und ich glaube, sie hat mir in dieser Hinsicht wirklich weitergeholfen.
Also haltet nicht nur im Hier oder Heute die Augen auf, sondern kramt doch auch mal in euren Erinnerungen. Wer weiß, welch spannende Ereignisse ihr dabei wieder hervor kramt, die ihr dann als Grundlage für eure Geschichten verwenden könnt.

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Deine Inspiration
BeitragVerfasst: 12. Nov 2010, 17:26 
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Einmal kam mir auch eine Inspiration durch nicht richtig zuhören (so merkwürdig, wie das klingt)... :lol:

Das war so, ich hatte mal wieder mein Lieblingslied gehört (kannte den Text schon auswendig), hatte aber in diesem Moment nicht so auf den Text geachtet, aber plötzlich drang doch eine Textzeile etwas falsch an mein Ohr, er machte klick, ratter, ratter, ratter und mein Gehirn überschlug sich vor Ideen zu einer Textzeile, die noch nicht einmal richtig war... :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Deine Inspiration
BeitragVerfasst: 12. Nov 2010, 17:31 
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Lach.... na das nenn ich doch mal eine ungewöhnliche Inspirationsquelle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deine Inspiration
BeitragVerfasst: 12. Nov 2010, 17:54 
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Ich denke es kommt wirklich auf das Thema an. Sich, wenn man einen Thriller schreibt durch den Friedhof schleifen, der von Nebel eingehüllt und von schmierigen Grabsteinen besetzt ist. Dazu vieleicht noch ,,Spiel mir das Lied vom Tod" und sich die Gestalten ansehen, die sich durch den Nebel bilden und dich in den Wahnsinn treiben. Der Nebel ist wie das Leben, manchmal schwellenlos. Illusion, oder Realität? Leben, oder Traum? Irre.


:D :D :D :D

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