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 Betreff des Beitrags: Wie bekomme ich das perfekte Ende für meine Geschichte?
BeitragVerfasst: 24. Okt 2010, 17:04 
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Jedes Buch braucht ein gutes Ende. Wenn uns das Ende nicht überzeugt - ob nun das lang ersehnte Zusammenkommen der Hauptcharaktere doch nicht zustande kommt oder die absolute Lieblingsperson stirbt - ist das Buch zu nichts zu gebrauchen.
Zumindest aus meiner Sicht.
Deswegen ist ein gutes Ende nicht unwichtig.

Natürlich muss man sich erst einmal bis zum Ende vorkämpfen. Wie man am Besten anfängt, hat Cajux uns beschrieben: tipps-und-tricks-zum-schreiben-f31/ich-will-eine-geschichte-schreiben-wie-fange-ich-t21.html

Hat man nun aber tatsächlich alle Hürden genommen, sich zusammengerissen, geschrieben bis die Finger abfielen, dann muss das Ende her.
Als allererstes kommt es darauf an: Ist es ein einzelner Roman oder ein Mehrteiler?

Ein einzelner Roman:
Ihr habt eure Geschichte vor euch, fast fertig. Jetzt braucht ihr nur das passende Ende. Ihr wisst: Es muss ein Ende sein, womit ihr selber zufrieden seid (kümmert euch am Anfang erst mal nicht um die Masse. Ihr müsst mit euch selber ihm reinen sein). Wenn ihr irgendwann eine Idee habt, könnt ihr euch Gedanken machen: "Will ich es veröffentlichen oder ist es meins - Mein Lebenstraum?" Wollt ihr es nicht veröffentlich, ist die Sache schnell geregelt. Dann arbeitet ihr eurer Ende aus, wie es euch gefällt.
Wollt ihr es allerdings veröffentlichen, solltet ihr versuchen, in der Masse zu denken. Das ist verdammt schwer, denn es gibt so unglaublich viele Geschmäcker. Vielleicht findet ihr ja etwas für Jeden.
Habt ihr zum Beispiel einen Mann und eine Frau, wo der Leser den ganzen Roman über mitfiebert, ob die endlich zusammenkommen und lasst einen am Ende sterben, könnt ihr sicher sein, dass 50% (wenn nicht sogar mehr) damit absolut NICHT einverstanden sind. Der Rest findet das Ende allerdings klasse. Und dann seid ihr dran: Womit könnt ihr euch anfreunden.
Gebt vielleicht Freunden den Roman zu lesen und sie sollen beurteilen, wie sie das fanden.

Würden sie es nochmal lesen?
Was das Ende gut oder eher schlecht?
Wie war es insgesamt? Hat es vielleicht genügend inhaltliches und stilistisches Potenzial, dass man mit dem Ende noch ein Risiko eingehen könnte?

Stellt ihnen diese Fragen und lasst sie ehrlich antworten - unabhängig davon, ob sie nun eure Freunde sind oder nicht.
Und habt ihr dann diese Ergebnisse, macht euch Gedanken, wie ihr fortfahren wollt.
Fällt das Ergebnis positiv aus, dann könnt ihr das Ende natürlich so lassen. Ist es aber negativ, macht euch Gedanken, befragt eure Freunde, was ihnen besser gefallen würde :)
Wie gesagt, ein Ende zu finden, wenn man einen Roman veröffentlichen und gut verkaufen will ist kein Zucker sclecken ;)


Ein mehrteiliger Roman:
Bei einem mehrteiligen Roman ist das Ganze ein ziemliches Stück leichter.
Macht auf jeden Fall ein offenes Ende. Lasst Fragen offen oder seid sogar ganz fies und hört an einer richtig spannenden Stelle auf. Welcher halbwegs normale Mensch könnte dann nicht ungeduldig auf die Fortsetzung warten? :)
Seid ihr bei eurem letzten Teil angekommen, tritt die "Regelung" von "Ein einzelner Roman" in Kraft :)

Das jetzt nur als allgemeine Regeln.
Natürlich muss sich ein Ende auch immer auf das Genre abstimmen.
Habt ihr zum Beispiel einen Krimi und der Mörder entwischt durch Intelligenz und dabei noch mit psychischen Spielchen immer wieder, will man als Ende nicht eine halbe Seite, wie er verhaftet wird und die letzten zehn Seiten widmen sich dann der intensiven Beziehung der beiden Polizisten, die ermittelt haben.
Bei einem Krimi braucht man einen packenden Höhepunkt. Sodass man mit klopfendem Herzen und einem Lächeln auf den Lippen, das Buch schließen kann. Baut Spannung auf ( tipps-und-tricks-zum-schreiben-f31/spannung-erzeugen-t29.html ) und spielt mit dem Leser.

Denkt nicht, dass das perfekte Ende unbedingt binnen ein paar Minuten kommen muss. Es kann Tage, Wochen, manchmal sogar Monate dauern, bis es plötzlich auf euch zu kommt. Mein Roman schlummerte zwei Monate in meinem Laptop, bevor ich ein Ende hatte, was mich selber vollauf begeistert hat. Aber dann habt ihr ES. Das perfekte Ende, was euch als der absolute Abschluss eures Babys glücklich macht.

Enden sind verdammt knifflige Angelegenheiten.
Doch schon alleine die Tatsache, bis dahin gekommen zu sein, macht die Mühe mit dem Ende um ein Vielfaches wieder wett :)

Ich denke, dass das nur ein kleiner Ausschnitt von den Dingen war, die zu beachten sind.

Höchst wahrscheinlich werde ich die Liste noch erweitern, sollte mir mehr einfallen.
Habt ihr Vorschläge/Einfälle, dann teil sie mir mit und ich werde sie in eurem Namen einfügen.

LG
Jules

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My best friend gave me the best advice; he said: "Each day's a gift and not a given right" (Nickelback)


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