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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 11. Nov 2010, 08:48 
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Danke, gern geschehen.

Ich hab da noch ein Thema, das gerne mal heiß diskutiert wird. Da es aber viele Jungautoren gibt, die dort hineintappen, nur weil sie unwissend sind, finde ich, wir sollten das hier auf jeden Fall mit erwähnen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sein Buch in den Handel zu bringen.

Den schwierigsten, aber einzig richtigen Weg, wenn ihr eine ernsthafte Kariere als Autor anstrebt, kennt ihr. Das ist der Weg über einen normalen Verlag oder eine Literaturagentur.

Der zweite Weg wäre der über einen Dienstleister wie BOD, LULU, EPublic etc. All diese Verlage sind keine Verlage im herkömmlichen Sinn, sondern Dienstleister, weil sie jedem, der dafür zahlt die Möglichkeit bieten, ein Buch zu veröffentlichen.
Was heißt, die würden drucken, was ich ihnen hinschmeiße, und wenn es die Hausaufgabe meiner Kinder ist. Diese BOD ( Books on Demand-Verlage) sind recht kostengünstig. Teilweise kann man hier sogar ganz kostenlos drucken lassen. Aber das ganze hat erhebliche Nachteile:

Nachteile für den Autor:

Es wird keinerlei Werbung gemacht!
Die Verkaufszahlen der meisten BOD-Bücher befinden sich mit viel Glück im zweistelligen Bereich. Die meisten Verkäufe gehen hier nur über Lesungen, wenn überhaupt.

Die Bücher sind meist nicht verfügbar.
Bei Amazon steht dann immer: Lieferbar in 3-4Wochen. Das kommt daher, dass das Buch extra für den Käufer gedruckt wird. Was gemacht wird, weil der "Verlag" dann keine Unkosten befürchten muss durch Bücher, die gedruckt wurden, aber irgendwann im Müll landen.

Die Buchpreise
Ein Hardcoverbuch kostet dort teilweise 40 €
Jeder, der noch bei Sinnen ist, wird das nicht bezahlen wollen. Das schon allein, ist ein Grund, warum sich diese Bücher nicht verkaufen. Das meiste davon kassiert der Anbieter ein.

Versteckte Kosten:
Bei einigen ist es so, dass für die Bereithaltung der Datei, mit der das Buch gedruckt wird schon bestimmte Lagerkosten monatl. berechnet werden. Für die meisten BOD-Autoren bedeutet das, dass sie mehr bezahlen, als verdienen. Es gibt immer wieder den ein oder anderen BOD-Autor, der behauptet, er würde reich werden, oder hätte schon hunderte von seinen Büchern verkauft, aber das sind alles nur Versuche, sich vor "richtigen Verlagsautoren" zu rechtfertigen. Womit wir beim nächsten Punkt wären:

BOD-Autoren werden nicht ernst genommen.
Was verständlich ist, denn dort kann nun mal jeder Veröffentlichen.
Eine solche Veröffentlichung zählt auch vor einem richtigen Verlag nicht. Kann sogar sein, dass diese ein Grund ist, dass eine Ablehnung erfolgt. Kann, muss aber nicht. Zumindest gibt es Autoren, wie Roentgen, die in ihren Schreibratgebern schreiben, man soll solche Veröffentlichungen lieber nicht mit im Exposee erwähnen.


Nachteile für den Leser:

Ganz klar, der Preis
lange Wartezeiten, bis das Buch mal kommt
Ein Buch von einem Autor, der oftmals nicht Schreiben kann
Kein Lektorat, oder Korrektorat, was bedeutet, dass diese Bücher oft mit Fehlern gespickt sind. (Es gibt Leute, die sind der Rechtschreibung kaum mächtig und veröffentlichen so aber Bücher)
Als Leser/Käufer fühlt man sich da dann natürlich ziemlich betrogen, wenn erst soviel zahlt und dann ein Buch von einem Autor bekommt, der schlechter schreibt, als ein Grundschulkind.



Der dritte Weg wäre der über einen DKZV
Das sind Druckkostenzuschussverlage. Die erkennt man ganz gut daran, dass sie auf ihren Seiten schreiben: Wir suchen Autoren. Kein richtiger Verlag "sucht" Autoren. Zuschussverlage sind die teure Alternative. Die verlangen für eine Veröffentlichung teilweise bis zu 20000 €. Das rentiert sich nie und nimmer. Das Geld ist pfutsch. Der Autor bekommt das nicht mehr rein.
Auch hier: Wenig bis gar keine Werbung. Warum auch, die Verlage haben ja schon am Autor genug verdient.
Es gibt hier sogar ziemlich schwarze Schafe, die versprechen, dass das Buch BSp: 5000 mal gedruckt wird. Gedruckt wird aber nur 100 mal, weil sie wissen, öfter wird es ah nicht verkauft. Nach einer gewissen Zeit kommen sie dann: Ja , wird ja nicht verkauft. Was wird mit den Büchern im Lager ...?
Der Autor wird vor die Wahl gestellt; entweder vernichten, das kostet natürlich einiges, oder der Autor soll sie abkaufen. Was natürlich auch kostet. Und das obwohl der Autor ja schon mal gezahlt hat.

Hier wäre also das Wichtigste: Sobald von euch Geld verlangt wird, Finger weg! Ihr tut euch damit keinen Gefallen. Das gilt übrigens auch für Agenturen, die Geld von euch wollen, bevor sie überhaupt einen Verlag für euch gefunden haben. Und auch für das Lektorat. Es gibt Agenturen und Verlage, die schwatzen euch ein Lektorat auf, für das ihr bezahlen sollt. Das Lektorat ist immer Sache des Verlages!
Ein Bündnis gegen solche Verlage findet ihr hier: http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 11. Nov 2010, 18:25 
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Dazu kann ich auch eine gute! Erfahrung beisteuern.

Ich habe vor einigen Monaten aus reiner Neugier mal eine Leseprobe an den Wagner-Verlag (DKZV)
geschickt, nicht mit der Hoffnung, es dort zu veröffentlichen, sondern nur aus reiner Neugier.
4 Wochen später bekam ich einen Vertrag zugeschickt. Das Anschreiben war ganze 3!!!! Seiten lang, indem mir Honig ums Maul geschmiert wurde, wie begeistert sie doch von meiner Leseprobe seien und das ich ja einen ganz fantastischen Schreibdtil hätte.
Der Vertrag selbst beinhaltete eine mehrseitige Preisliste, in der ich mich zwischen mehreren Versionen für mein Buch entscheiden konnte (Hardcover, Taschenbuch, E-Book usw.) Die Preise dazu entsprachen ganz und gar dem Anschreiben, sprich sie waren total übertrieben (je nach Version zwischen 2500 und 6000 Euro).

Wenn man nun bedenkt, dass dieser Verlag nicht mehr als nur eine kleine Leseprobe aus Kapitel 1 hatte (es war noch nicht einmal das gesamte Kapitel) und keine weiteren Informationen zum Inhalt meiner Geschichte hatte, spricht das wohl Bände.
Demnach kann ich mich Evermorgans Beitrag nur anschließen und jedem von euch raten: Finger weg!

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 24. Nov 2010, 17:15 
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Sowas sind eher Druckerverbricken, also Verlage. Man nennt das Pseudo-Verlage. Warum sollte man für ein so gut geschriebenes Buch zahlen? Warum sollte man dafür Geld ausgeben, wenn man doch mit diesem Buch ein Vermögen umsetzen kann?
Das sind diese Fragen, die zeigen, dass dies nur Betrug ist! Diese Verlage verdienen nicht durch den Verkauf, sondern durch die Autoren, die fürs verlgen Geld zahlen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 24. Nov 2010, 19:14 
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Der Hintergrundgedanke dabei ist, dass die Verlage wissen, dass mancher "Möchtegern"-Autor davon ausgeht, dass alle Autoren Millionen verdienen. Also, was sind schon 15000€, wenn ich doch bald reich bin? In der Realität ist es aber so, dass der Durchschnittsautor ungefähr einen Kleinwagen verdient im Jahr. Nicht umsonst arbeiten die meisten nebenbei ganz normal, oder sind auf das Gehalt der Partner angewiesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 26. Nov 2010, 17:36 
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Na ja, Autoren, die davon ausgehen, müssen mal tief fallen. Von solchen ,,Autoren" leben diese Firmen und machen den Ruf mancher Verlage zunichte. Gewarnt sei vor allem vor der frankfurter Verlagsgruppe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 26. Nov 2010, 17:38 
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schließe mich dir an Cajux und warne an dieser Stelle auch noch mal vor dem Wagner-Verlag!!!!!!!!

LG
Steffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 26. Nov 2010, 17:46 
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Wovor könnt ihr noch warnen? Habt ihr auch erfahrungen mit solchen Pseudoverlagen? Wie wäre es eigentlich mit einem extra-Thread?


Cajux ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 28. Nov 2010, 14:23 
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Oh, wir haben da bei WKW gerade so einen interessanten Verlag aufgetan. Das ist der Grossrosseln.
Die gehen knallhart gegen uns vor, weil wir darauf aufmerksam gemacht haben, dass Cover der dort angebotenen Bücher aus Copyright geschützten Material gemacht wurden. Und dieser Satz hier hat uns auch stutzig gemacht:

Stammt von der Verlagsseite:
Leben und Leben lassen.

Verlag und Autor teilen sich den Gewinn/eventuellen Verlust gleichmäßig.

Das lässt darauf schließen, dass, sollte ein Buch sich nicht verkaufen, der Autor den Verlust auch zu tragen hat.
Die dortigen Autoren und auch der Verleger selber klären das aber nicht auf. Nur, dass es nicht gerecht wäre, wenn der Verlag für übermäßig hohe Bestellungen aufkommen müsste, die der Autor veranlasst. Was genau das heißen soll, kann ich euch nicht sagen, da uns das keiner sagen möchte. Stattdessen wurde Robert und auch ich maßlos von diesen Autoren beleidigt, weil wir in deren Augen Lügen würden., wenn wir andere Autoren davor warnen.

Nächstes Fragezeichen:

Es wird kein Verlagsvertrag geschlossen, der i.d.R. den Autor finanziell benachteiligt.

Es wird ein fairer Geschäftsvertrag geschlossen, der Rechte und Pflichten beider Vertragspartner beschreibt und beiden Vertragsparteien einen zeitnahen Ausstieg aus dem Vertrag gewährleistet., wenn er dafür nachvollziehbare Gründe anbringt.


ein Verlagsvertrag benachteiligt keinen Autor der Welt, sondern er schützt den Autor. Verlagsverträge und deren Inhalte werden unter anderem von Verdi ausgegeben, es ist also anzunehmen, dass die Verträge herausgeben, die für den Autor sprechen, nicht dagegen.

Ein Geschäftsvertrag hingegen deutet darauf hin, dass es sich bei diesem Verlag um einen Dienstleister wie BOD handelt.
Dafür spricht, dass die Bücher dieses Verlags nirgendwo bestellbar sind. Bei Amazon zwar gelistet werden, aber dort nicht bestellbar sind. Auch die Aussage des Verlages auf unsere Beanstandungen lässt darauf schließen:
Zitat des Verlegers: +++Ein gewisser Robert Herbig, der dem Verlag nicht bekannt ist, behauptet unter WerKenntWen, der dvg-Digitalverlag Großrosseln, sei ein versteckter Zuschussverlag. Dem Schreiberling wurde eine Unterlassung seiner Äußerungen per Mail in wkw ans Herz gelegt, um eine Klage zu vermeiden. Ein Autor des Verlages hat ihm diese Klage bereits angedroht. An dieser Stelle wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Verlag kein Zuschussverlag ist. Es scheint jedoch mittlerweile so, dass dieser Robert Herbig von BOD-Verlagen vorgeschickt wird, da diesen die Gewinne aus Verträgen mit unwissenden Autoren mehr oder weniger fehlen, da diese Autoren zum kostenneutralen oder gewinnbringenden Digitalverlag Großrosseln umschwenken.+++

Der letzte Satz ist ein absoluter Witz. Kein Verlag wie dieser könnte jemals Konkurrenz für ein Unternehmen sein von der Größe von BOD, die Weltweit arbeiten. Gleichzeitig zeigt dieser Satz aber, was der Verlag ist, nämlich ein Dienstleister.

Das Witzigste sind allerdings die Beleidigungen der dortigen Autoren, die denken, wir wollen ihnen was Böses, wenn wir andere vor diesem Verlag warnen.

Zitat:
Hallo Pausbäckchen,
hallo Opi,

seid ihr denn schon alle da?

Pausbäckchen bin ich, Opi ist Robert.

Solche Typen wie du sitzen den ganzen Tag am PC und versuchen aufgrund der eigenen Frustration anderen die gute Laune zu vermiesen! Das ist charakterlich doch wohl unterste Schublade! Ich hoffe, so langsam durchschaut hier selbst der naivste deine Intrigen!

Damit war Robert gemeint.

Nicole,
wo bist du?
Du wirst dich doch nicht etwa schon im Bett verkriechen wollen?
Mit dir bin ich noch lange nicht fertig, Du!
Ich hab mich gerade erst warm geboxt und du ergreifst das Panier wie eine schwangere Ente, wenns bimmelt!

So geht das jetzt seit Tagen. Ihr seht, es ist nicht immer klar, ob die Autoren wirklich vor Pseudoverlagen gewarnt werden möchten, oder ob sie diese Verlage wollen. Für manche scheint nämlich nur eins zu zählen; die Hauptsache ich kann vor der Verwandschaft mit einem Buch angeben. Denn da wissen die meisten ja nicht, was BOD oder DKZ ist. In deren Augen ist man der Held, der man gerne für sie sein möchte. Nur klappt das eben nicht überall. Bei "richtigen" Autoren wird man mit solchen Veröffentlichungen eben nicht ernst genommen und da fühlen sich diese Pseudoautoren gerne mal ziemlich "angepisst".


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips zum Anfang
BeitragVerfasst: 29. Nov 2010, 16:04 
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Danke, für den sehr ausführlichen und Interessanten Beitrag. Teilweise ist das mit den Verlagen schon erschreckend.

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