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 Betreff des Beitrags: Re: Warum keine selbstfinanzierte VÖ?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2010, 16:09 
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Laie
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Sehe ich genauso. Wenn´s einfach darum geht, sein Werk gedruckt zu sehen, dann am besten selbst bei BoD, wenn sich denn kein "richtiger" Verlag finden will.
Allerdings scheint es noch viele zu geben, die beim Verlagsnamen "BoD" von eher schlechterer Qualität ausgehen. Deshalb sei ein "echter" Verlagsname besser. Da hab ich schon spannende Streitgespräche geführt. Denn ich habe durchaus schon sehr, sehr gute Bücher aus quasi privater Feder in den Händen gehabt, und unzählige schlechte von den Großen der Branche.

Wie seht ihr das?


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum keine selbstfinanzierte VÖ?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2010, 17:15 
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Ich finde das ist eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Im ersten Moment würde ich ja dazu tendieren, zu sagen, dass jemand der bei einem "echten" Verlag veröffentlicht wurde wirklich gut ist, wenn ich mich dann aber mal im Netz umschaue, in diversen Foren, Blogs und auf Webseiten, dann kann das eigentlich nicht stimmen. Dort schlummern nämlich viele Talente, denen bisher vielleicht einfach der Mut, die Verbindungen oder das Quäntchen Glück gefehlt haben, um bei einem "echten" Verlag unterzukommen.

BoD erscheint mir eine gute Alternative und man wird wenigstens nicht gnadenlos über den Tisch gezogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum keine selbstfinanzierte VÖ?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2010, 18:20 
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Aud hat geschrieben:
BoD erscheint mir eine gute Alternative und man wird wenigstens nicht gnadenlos über den Tisch gezogen.


Nun, das ist wohl Ansichtssache.
Ich beispielsweise habe extrem schlechte Erfahrungen gemacht, als ich mir damals ein Anschauexemplar hab zuschicken lassen. Und von befreundeten Verlegern hab ich auch schon einiges gehört und vor allem gesehen :shock:
Ich weiß aber auch, das andere sehr zufrieden mit BoD sind.
Deswegen kann ich als Tipp geben, lasst euch ein Ansichtsexemplar in der Aufmachung schicken, wie ihr sie haben wollt.

Was man natürlich immer im Auge behalten sollte, sind die 15 verkauften Exemplare pro Jahr und Titel. Das ist erbärmlich wenig.
Man sollte als vielleicht angehender BoD-Autor soviel Ehrlichkeit sich selbst gegenüber mitbringen, dass man mal ehrlich einschätzt, ob man gut ist im Vermarkten, im Webseiten- und Onlineshop-Aufbau (denn das wenigste läuft über Amazon und BoD), in Lesungen abhalten, im Immer-Über-Sein-Buch-Reden-Können (denn darauf läuft es hinaus).

Das Problem an der Sache ist aber anscheinend, dass fast jeder sagt: "Was, nur 15 pro Jahr? Das schaff ich doch locker! Ich schaff 100 pro Jahr!"
Und die meisten schauen dann recht bedeppert drein, wenn die ganzen Freunde dastehen und das Buch geschenkt bekommen möchten. "Was? Geld dafür ausgeben? Bei DIR bezahlen? Willst dir wohl ne goldne Nase an uns verdienen? Nix da."
Und es ist natürlich schwer zu verdauen, dass ein Buch sich nicht deswegen gut verkauft, weil es gut ist, sondern weil es gut beworben wird. Denn - viele BoD-Autoren investieren kein oder wenig Geld in Werbung und Pressearbeit.
Auch unterschätzt so mancher den Effekt des müdewerdens. Im ersten Jahr ist man noch hocheuphorisch und bindet es jeden auf die Nase. Im 2. läßt es schon nach, manche Bekannte reagieren schon gereizt: "Du immer mit dein Scheiß-Buch" Und die Motivation über die komplette BoD-Laufzeit von 5 Jahren hält wohl fast keiner.
Bei manchen kommt die Ernüchterung auch erst beim 2. Buch, wenn plötzlich die Hälfte der Käufer nicht mehr kauft. Denn viele Freunde, die das erste noch gekauft haben, stehen dann da und meinen: "Schon wieder ein Buch? Nee, eins von dir reicht mir. Das hab ich in Folie eingeschweißt, für den Fall, dass es mal wertvoll wird und du ein großer Star bist." Manche haben es nicht mal gelesen und nur in der Schrankwand stehen, um potentiellen Besuchern unter die Nase zu reiben: "Eh, ich kenn einen, der wo ein Buch geschrieben hat - voll krass, Alta!"
Das Ganze ist ein bisschen wie Schwimmen gegen den Strom, wer nachläßt, treibt unweigerlich zurück.

Klingt jetzt vielleicht alles sehr depremierend. Aber jemand, der bei einem Verlag untergekommen ist, wird mir sicher zustimmen, dass es immer noch etwas anderes ist, wenn es da jemanden gibt, der für Euch Werbung macht, von sich aus Reziexemplare stellt, Pressemeldungen schreibt und Lesungen ankurbelt, als wenn man wirklich alles selber machen muss.

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum keine selbstfinanzierte VÖ?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2010, 18:36 
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Sicherlich ist es einfacher und bequemer, wenn man eine richtige Marketingmaschinerie hinter sich hat, dennoch erscheint mir die Option BoD besser als ein Druckkostenzuschussverlag, wenn man denn unbedingt veröffentlichen möchte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum keine selbstfinanzierte VÖ?
BeitragVerfasst: 18. Dez 2010, 19:18 
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Aud hat geschrieben:
Sicherlich ist es einfacher und bequemer, wenn man eine richtige Marketingmaschinerie hinter sich hat, dennoch erscheint mir die Option BoD besser als ein Druckkostenzuschussverlag, wenn man denn unbedingt veröffentlichen möchte.


Da stimme ich dir definitiv zu. Und für jemanden, der veröffentlichungstechnisch am Anfang steht, vielleicht auch nicht die schlechteste.

Meine Abneigung ist halt auch auf meine Ersterfahrung mit BoD zurückzuführen.
Mich hatte damals halt extrem abgeschreckt, dass das Anschauexemplar beim ersten Öffnen in 2 Hälften zerbrach. Und damals dachte ich mir: Wenn die so bei der Kundenaquise vorgehen, wie gehen die dann erst bei meinen Kunden vor?
Und damals kostete ja der Spaß auch noch 400 Euro Grundgebühr. Das war mir echt zu teuer für die miese Leistung.
Und solche Dinge sind ja - auch heute noch - keine Einzelfälle. Da wird teilweise das Cover mit Falschfarben gedruckt, teilweise gibts innen gibt es keinen satten Druck, teilweise sind die Bücher verschnitten. BoD liefert auf Reklamieren zwar Ersatz, aber wenn wirklich mal ein Kunde im Laden bestellt, dann reklamiert der normalerweise nicht. Der ärgert sich und sagt: "Von dem Autor und aus dem Verlag kauf ich nichts mehr."
Da liefert mir jede normale Digi-Druckerei bessere Arbeit mit mehr Service für weniger Geld.

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